Interventionelle Schmerztherapie

Die Schmerzklinik Basel verfügt über eine Intermediate Care Unit mit zwölf Überwachungs­betten zur Betreuung und Überwachung von Therapien ambulanter Patienten. Spezialisiertes Pflegefachpersonal aus den Bereichen Anästhesiologie und Intensivmedizin applizieren nach ärztlicher Verordnung die jeweiligen Infusionen und überwachen die Vitalparameter.

Die Zuweisung für diese Massnahmen erfolgt sowohl aus dem ambulanten und stationären Sektor der Schmerzklinik als auch von niedergelassenen Kollegen, die diese Infusionsthera­pien nicht in ihrer Praxis durchführen möchten oder können. Ein Facharzt für Anästhesiologie steht immer bereit. Es gibt Schmerzen, die lassen sich nicht mit physiotherapeutischen, medikamentösen oder anderen konservativen Therapien lindern. Meist handelt es sich um chronifizierte Beschwerden aus dem Bewegungsapparat nach Verletzungen, Operationen oder durch altersbedingte Veränderungen. Häufig werden die so entstandenen Schmerzen durch das sogenannte Schmerzgedächtnis kompliziert. Hier helfen die Fachärzte der Abteilung für Interventionelle Schmerzdiagnostik und -therapie mit speziellen Behandlungsmethoden weiter.

Wenn eine ursächliche Behandlung des chronischen Schmerzes nicht mehr möglich ist, stehen mit der Interventionellen Schmerztherapie technologisch hochwirksame Methoden zur symptomatischen Schmerzbekämpfung zur Verfügung. Diese reichen von gezielten Infiltrationen an vegetativen und Empfindungsnerven (Etagentherapie) über Kathetertherapien (zum Beispiel bei Vernarbungen) und gezielten Stromtherapien (mit gepulster und warmer Radiofrequenz) an Nerven und Bandscheiben bis hin zur Implantation von elektrischen Rückenmarkstimulatoren oder Pumpensystemen.

Meistens erfolgen die Eingriffe ambulant, ansonsten wird ein Aufenthalt in der klinikeigenen Bettenstation geplant, um bei allfälligen Infusionsreaktionen sofort die richtigen Massnahmen ergreifen zu können

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